Aktuelle Statistiken der deutschen Bundesbank zeigen, dass sichere Sparformen wie Sparbücher, Tages- und Festgelder nach wie vor den Großteil des Geldvermögens deutscher Sparer ausmachen (siehe dazu die Statistik zum Geldvermögen des Portals sparbuch.info).
Dabei müssen sich Sparer selbst in Tiefzinsphasen wie der derzeitigen nicht mit Minizinsen begnügen. Durch die konsequente Ausnutzung von Neukundenangeboten lassen sich auch heute noch Zinsen von 2,50 bis 3,50 Prozent pro Jahr erzielen, was auch ein aktueller Tagesgeldkonto-Vergleich zeigt.
Dabei sind es nicht immer nur reine Tagesgeldangebote, welche mit attraktiven Zinsen locken, sondern auch Girokonten und Kreditkarten – etwa die Barclaycard Green Kreditkarte mit aktuell 3,00 Prozent Zinsen pro Jahr – buhlen mit ihren Zinssätzen um die Gunst neuer Kunden.
Interessierte Sparer sollten ungeachtet der Anlageform, für die sie sich letzten Endes entscheiden, den Unterschied zwischen nominaler Verzinsung und realer Wertentwicklung im Auge behalten. So war die nominale Verzinsung etwa beim Tagesgeld in 2008 deutlich höher als es derzeit der Fall ist. Zinssätze von 4,00 bis 5,00 Prozent waren keine Seltenheit, zumindest für Neukunden.
Wichtig für den Sparer ist aber, was nach Abzug von Steuern und Inflation davon übrig bleibt – die reale Wertentwicklung. Und hier sieht die Lage derzeit genau andersherum aus. Trotz niedrigerer nominaler Zinsen bleibt – dank pauschaler Besteuerung der Zinserträge mit der Abgeltungssteuer und einer Inflationsrate von um die null Prozent – wesentlich mehr von den Zinsen nach Abzug dieser beiden Faktoren übrig als in 2009, wo sich die Inflation bei 2,00 und mehr Prozent bewegte und Zinserträge mit dem persönlichen Steuersatz besteuert wurden.
Übrigens: auch Bundesanleihen – die wohl sicherste Anlageform hierzulande – bringen aktuell kaum mehr Rendite als die besten Festgeldangebote. Noch ein Grund mehr, sich einmal genauer mit Tages- und Festgeldangeboten zu befassen.
