Deutschland verzeichnet aktuell den niedrigsten Krankenstand seit 1970. Immer weniger Fehltage müssen die deutschen Unternehmen verzeichnen, Grund dafür ist die Wirtschaftskrise und die damit verbundene Jobangst der Angestellten.
Laut WELT ONLINE gab es in diesem Jahr von Januar bis September nur 3,25 % Krankmeldungen, das entspricht etwa 7 Arbeitstage. Im Vergleich zum Vorjahr (3,32 Prozent) bedeutet das einen weiteren Rückgang des Krankenstands bei deutschen Arbeitnehmern. Man muss kein Experte sein um den Rückgang des Krankenstand zu deuten. Die Menschen fürchten wegen der Wirtschaftskrise mehr als jemals zuvor im ihren Job. In Deutschland herrscht eine allgemeine Jobangst. Diese Jobangst lässt die Menschen auch krank zur Arbeit erscheinen. Ob dies nun wirklich förderlich für die Unternehmen ist, bleibt fraglich. Denn kranke Mitarbeiter bringen niemals die volle Arbeitsleistung, zudem läuft das Unternehmen gefahr durch Ansteckung noch mehrere Mitarbeiter zu verlieren. Außerdem können unkalkulierbare Kosten durch Fehlleistung der nicht voll belastbaren Arbeitskräfte entstehen. Doch der niedrige Krankenstand im Heurigen Jahr ist keine Ausnahme, in Deutschland sind die Krankenstände schon seit Jahren rückläufig. Die Hauptgründe hierfür sind veränderte Beschäftigtenstrukturen und Angst um den Job. Trotz des niedrigen Krankenstands geben deutsche Unternehmen noch immer 30 Milliarden Euro für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall aus. Die Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit sind dabei eine Erkrankung des Rückens und psychische Leiden und Erkrankungen der Atemwege.
