19. 08. 2009:

Die Barmer Ersatzkasse setzt sich im Vorfeld der Bundestagswahl für eine Reform des Gesundheitssystems ein. Barmer will, dass die private Krankenversicherung (PKV) nur mehr Zusatzleistungen anbietet. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) soll für eine Vollversorgung garantieren. Die private Krankenversicherung (PKV) soll nur mehr in einer sogenannten „additiven Koexistenz“ existieren.

Damit sind beispielsweise Einbettzimmer oder eine Chefarztbehandlung gemeint. Den Grund dieser Reform sieht Barmer im großen Risikopotential der kapitalgedeckten, privaten Gesundheitsvollversorgung. In Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise könnte das zu einem großen Problem werden. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hingegen sei immer ein Garant für Sicherheit gewesen. Auf diesem Sockel sollte man aufbauen, wenn es nach der Barmer Ersatzkasse ginge.

Barmer Vorstand-Chef Vöcking will die Pläne der FDP, welche eine Privatisierung des Gesundheitssystems ins Auge fasst, verhindern. Vöcking ist es auch, der höhere Steuerzuschüsse für die Krankenkassen fordert. Sind wir gespannt, wie lange die private Krankenversicherung (PKV) wie wir sie kennen, noch existiert.

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