Der Impfstoff für die Schweinegrippe-Impfung ist da. Doch wurde der Impfstoff noch nicht ausgiebig getestet, so sind bisher keine ausreichenden Studien von Auswirkungen auf Schwangere oder chronisch Kranke bekannt. Das bedeutet praktisch einen Sprung ist kalte Wasser, aber Experten raten dennoch zur Schweinegrippe-Impfung.
Die bundesweite Schweinegrippe-Impfkampagne soll Ende Oktober starten. Besonders ans Herz gelegt wird die Schweinegrippe-Impfung Schwangeren, chronisch Kranken und medizinischem Personal. Denn besonders bei Schwangeren und chronisch Kranken ist ein sehr schwerer Verlauf der Schweinegrippe zu erwarten. Auch wenn genauere Auswirkungen der Impfung an diesen Risikogruppen nicht getestet wurden, so ist hier das Risiko für irgendwelche Gesundheitsschäden wohl viel geringer, als der zu erwartende Krankheitsverlauf bei einer Ansteckung mit dem Schweinegrippevirus. Auch wenn Experten über das Risiko der Schweinegrippe-Impfung Bescheid wissen, so stellen sie sich klar hinter eine Impfung.
In Deutschland wurden 50 Millionen Pandemrix-Dosen für eine Massen-Impfung bestellt und angeschafft. Pandemrix basiert auf abgetöteten Bestandteilen des A/H1N1-Erregers. Diese Bestandteile sollen bewirken, dass der Körper eines angesteckten Patienten besser auf den Virus reagiert und ihn mit Hilfe von Anti-Köpern, welche durch die Impfung gebildet werden, bekämpfen kann. Zudem enthält das Impfpräparat einen Hilfsstoff namens “Adjuvans”, welcher die Immunreaktion des Körpers noch zusätzlich verstärken soll. Aufgrund der WHO-Einstufung der Schweinegrippe als weltweite Epidemie (Pandemie) profitiert man hier von einem beschleunigten Zulassungsverfahren der EU. Anders wäre der Schweinegrippe-Impfstoff nie so schnell bereit zu stellen gewesen und man hätte den Beginn der Hauptgrippesaison wohl verpasst. Genauere Informationen über die Schweinegrippe-Impfung sollte sich jeder Impfwillige allerdings bei dem Arzt seines Vertrauens holen.
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